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Treffpunkt Küche - Die eigene Wohnung neu sehen

Wer seit 20 Jahren in der gleichen Wohnung wohnt, wer sich an die Möblierung gewöhnt hat, der kann sich eine andere Raumaufteilung kaum vorstellen. „Bei uns geht das nicht anders!“ oder „Das ist doch so üblich?“ Manche Kunden wollen was Neues, Modernes - haben aber selten den Mut zur Veränderung!

Ich sehe „von außen“ die architektonischen Katastrophenfälle, aber auch die versteckten Schönheiten. Diese ins rechte Licht zu rücken, das verstehe ich als meine Aufgabe!


Räume optimal gestalten

Das ältere gut situierte Ehepaar wollte seine Küche modernisieren: Alles sollte so sein wie vorher, nur

heller und moderner. - Das Haus der Beiden lag in einem phantastisch angelegten Garten – geradezu ein Paradies! Als ich vor den beiden Fenstern der Küche stand, konnte ich mich nicht sattsehen an der Pracht. Der Hausherr freute sich über meine Begeisterung. Ich erfuhr, dass die Küche Mittelpunkt der Familie mit vielen Enkelkindern war!

Der Essplatz in dem großen Raum lag mit einer Eckbankgruppe im dunkelsten Teil. Die Eigentümer selbst hatten keinen Arbeitsplatz am Fenster und den fehlenden Ausblick nicht vermisst.

Die Küchentür versperrte beim Eintreten die Spüle und den Geschirrspüler, dessen Klappe schon sehr ramponiert war. Daran reihte sich der Herd an. So lag der Hauptarbeitsplatz immer mit dem Rücken zum Licht. Praktische Arbeitsabläufe waren durch die Fenster unterbrochen.

Hier musste sich was ändern!


Neuer zentraler Platz mit Aussicht wurde ein großer Esstisch für 6-8 Personen vor einem der Fenster – auch zum Spielen mit den Kindern, zum gemeinsamen Plätzchenbacken. Jetzt konnte jeder die Blütenpracht des Gartens sehen! Das zweite Fenster erhielt den Hauptarbeitsplatz. Die störende Eingangstür ersetzten wir durch eine Glasschiebetür – so kam auch Licht in den Flur.

Alle Elektrogeräte, Auszüge und Schubladen wurden in seniorengerechte Greif- und Sichthöhen installiert. Häufiges Bücken und „auf die Knie gehen“ wurden dadurch vermieden. Durch hohe, zurückgesetzte Sockel würde es möglich sein, auch später die Küche selbständig zu nutzen - wenn nötig mit einem Rollator.

Es hat viel Überzeugungsarbeit gebraucht, bis diese liebenswerten Kunden der radikalen Veränderung zugestimmt haben.

Als Jahre später plötzlich ein Paar auf mich zukam und mir unerwartet um den Hals fiel – „Sie haben doch unsere Küche geplant!“ – da ging mir das Herz auf! Und das war der schönste „Lohn“ für meine Arbeit und Leidenschaft!

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